AuXburg Basketz vs BVS Weiden
Rolling Chocolate Heidelberg 2 vs AuXburg Basketz
15.11.2015

In nahezu voller Besetzung machten sich die Basketz vergangenen Sonntag auf den Weg nach Heidelberg um sich mit dem BVS Weiden und der zweiten Mannschaft der Rolling Chocolates zu messen. In beiden Begegnungen gingen die Augsburger nun nicht gerade als Favoriten ins Rennen. Dementsprechend befreit und ohne übermäßigen Erwartungsdruck starteten die Basketz ihre Reise in den Norden Baden-Württembergs.

Nachdem die Weidener das erste Spiel des Tages gegen den Gastgeber deutlich für sich entschieden hatten, gingen diese folglich mit breiter Brust in das Aufeinandertreffen mit den Augsburgern. Dort mussten die Oberpfälzer allerdings schnell feststellen, dass sie gegen die bayerischen Schwaben lange nicht so ein leichtes Spiel haben werden. Zwar liefen die Basketz von Anfang an einem Rückstand hinterher, blieben über lange Strecken der Partie aber in Schlagdistanz. Die größten Probleme machten den Basketz die extrem große Aufstellung der Weidener. Im Angriff gingen viele Bälle durch die Spannweite der Gegenspieler verloren und in der Defense sorgte die überdurchschnittlich hohe Trefferquote der BVS-Spieler für Kopfzerbrechen. Insbesondere Andreas Köhler (mit 22 Pkt. Topscorer der Partie) war nur schwer in den Griff zu bekommen. Dennoch ließen sich die Basketz nicht entmutigen und hielten sich selbst mit cleveren Fahrtwegen und couragierten Abschlüssen in der Offense und einer nach und nach verbesserten Verteidigung weiter im Spiel. Beim Spielstand von 20:27 ging es in die Halbzeit. Im 3.Viertel zogen die Weidener gleich wieder mit hohem Tempo an, der spielentscheidende Punch sollte ihnen zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht gelingen. Die Centerspieler des BVS hatten relativ kurz nach der Pause bereits mit Foulproblemen zu kämpfen und fanden sich zwischenzeitlich auf der Bank wieder. Die dadurch entstandene körperliche Überlegenheit wussten die Basketz zu nutzen und kämpften sich, insbesondere durch die Körbe von Steffi Haberl (18 Pkt) und Sascha Ladzik (14 Pkt), noch einmal auf nur noch 6 Punkte Rückstand heran. Zum endgültigen Comeback sollte es aber nicht mehr reichen. Zu clever und effektiv agierten die Weidener in den finalen Minuten und sicherten sich einen 44:55 Sieg. Trotzdem waren die Basketz diesem Gegner schon lange nicht mehr so dicht auf den Fersen gewesen und konnten so doch einiges positives aus der Niederlage mitnehmen.

Im letzten Spiel des Tages kam es dann zum Aufeinandertreffen mit der zweiten Mannschaft der Rolling Chocolates, mit denen die Basketz seit einiger Zeit eine rege Vereinsfreundschaft unterhalten. Somit barg die Partie doch eine gewisse Portion Extra-Spannung in sich. Zwar ging der erste Korb auf das Konto von Steffi Haberl und somit auf das der Basketz, im Anschluss bekamen die Augsburger aber erstmal eine Lektion in Treffsicherheit. Im 1. Viertel spielte Ugur Savluk (23 Pkt.) von den Heidelbergern die Gäste mehr oder weniger alleine an die Wand. Ob mit zielstrebigem Zug zum Korb oder mit Schüssen hinter dem Schirm und übers Brett – jeder Schuss ein Treffer. Erst eine Auszeit mit der Ansage, die Gegner und Schützen weiter nach draußen zu drücken verlieh der Basketz-Defense Sicherheit.  In der Offense half dann zwischenzeitlich das Glück des Tüchtigen, den Rückstand wieder zu verringern. Frei nach dem Motto „Wer trifft hat Recht“ verwandelte Markus Heimhofer teils stark erfahrene Fastbreak-Korbleger, teils aber auch vogelwilde Schüsse mit 2 Händen im Gesicht und avancierte so mit 16 Punkten zu Augsburgs Topscorer. Die Begegnung war bis zum Ende offen und das obwohl die Gäste mit der Leistung des Schiedsrichtergespanns alles andere als einverstanden waren. Leider sollte es allerdings auch im zweiten Spiel des Tages nicht mehr zur vollkommenen Kehrtwende reichen. Weniger als eine Minute vor Spielende betrug der Rückstand 5 Punkte, dann wollte der dringend notwenige Dreier zweimal jedoch nicht fallen und der Sieg blieb mit einem Endstand von 52:47 in Heidelberg.

Etwas geknickt aufgrund der beiden doch recht knappen Niederlagen, aber auch mit vielen positiven Ansätzen traten die Basketz ihre Heimreise nach Augsburg an und hoffen nun kommenden Samstag in Salzburg gegen den gastgebenden RSV und den VdR Würzburg wieder etwas zählbares einzufahren.